Samstag, 26. Mai 2018
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BauPhysikPlus Nummer 3/2013

Sommerlicher Wärmeschutz
und die Neufassung der DIN 4108-2


Mit zunehmenden sommerlichen Temperaturen aber auch mit einem erhöhten Komfortanspruch an die thermische Behaglichkeit der Bewohner, Mieter und Hausbesitzer muss dem sommerlichen Wärmeschutz ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Entsprechend wird in der aktuellen Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2009 auf die DIN 4108-2:2003 „Mindestanforderungen an den Wärmeschutz“ zum Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes verwiesen.

Im Februar 2013 ist eine neue Fassung der DIN 4108-2 erschienen. Diese Norm ersetzt formal die bauordnungsrechtlich eingeführte Ausgabe vom Juli 2003. Im Rahmen des öffentlich rechtlichen Nachweisverfahrens ist jedoch weiterhin die DIN 4108-2 von 2003 zu verwenden, sodass derzeit zwei Normen parallel existieren.
Es kann erwartet werden, dass in einer kommenden EnEV auf die novellierte Fassung der DIN 4108-2 verwiesen wird, wodurch die derzeitige rechtliche Unschlüssigkeit beseitigt würde.




Was hat sich getan?

Die überarbeitete DIN 4108-2 enthält eine auf den aktuellen Testreferenzjahren angepasste Klimakartierung für Deutschland. Des Weiteren wurde in dem überarbeiteten Nachweisverfahren die Nachtlüftung und Kühlung mit aufgenommen sowie eine präzisere Unterscheidung der Gesamtenergiedurchlassgrade (g-Werte) der Verglasung verfasst. Der Gesamtenergiedurchlassgrad gibt an, wie viel der eingestrahlten Sonnenenergie in den Raum gelangt.
Ebenfalls wird nun zum ersten Mal zwischen Wohngebäude und Nichtwohngebäude unterschieden. Dadurch entsteht ein detailliertes und an die aktuellen klimatischen Bedingungen angepasstes Nachweisverfahren für den sommerlichen Wärmeschutz.

Welche Auswirkung hat die Novellierung?

  • Die novellierte DIN 4108-2 stellt eine deutliche Verschärfung im sommerlichen Wärmeschutz dar, gerade im Bereich von Nichtwohngebäuden.
  • Gegenüber der „alten“ DIN 4108-2 entsteht ein erhöhter Planungsaufwand für den Architekten und den Nachweisersteller.
  • Bei großen Fensterflächenanteilen kann es dazu führen, dass der außenliegende Sonnenschutz, z.B. eine Jalousie, als alleinige Maßnahme nicht mehr ausreichend ist, um die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz zu erfüllen.
  • Es werden verstärkt thermische Simulationen erforderlich um den Nachweis zum sommerlichen Wärmeschutz zu führen.

Entgegen den drastischen Verschärfungen im sommerlichen Wärmeschutz bietet die novellierte Norm die Möglichkeit, eine erhöhte Nachtlüftung bei Wohngebäuden anzusetzen. Dabei geht die Norm davon aus, dass bei üblicher Wohnnutzung nächtlich das zweifache Luftvolumen der Wohnung durch den Nutzer mittels Belüftung durch Außenluft ausgetauscht wird. Bei Nichtwohngebäuden muss dahingegen eine in Ansatz gebrachte Nachtlüftung durch ein mechanisches Lüftungssystem übernommen werden.

Was bedeutet dies für die Praxis?

Durch die Einführung der novellierten DIN 4108-2 kann insgesamt davon ausgegangen werden, dass dem sommerlichen Wärmeschutz bei der Planung nun weitaus mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden muss und in Zukunft die Notwendigkeit von thermischen Simulationen steigen wird.

Eine detaillierte Abstimmung des sommerlichen Wärmeschutzkonzepts auf jedes individuelle Bauvorhaben wird durch die novellierte DIN 4108-2 notwendig, erhöht hierdurch aber die thermische Behaglichkeit und somit auch die Qualität neuer Gebäude.

Im Hinblick auf die zuvor beschriebene Kontroverse zwischen EnEV und DIN sehen wir uns daher in der Pflicht, Bauherren und Architekten über den Sachverhalt des sommerlichen Wärmeschutzes umfassend aufzuklären.



Das Team von SCHWINN Ingenieure berät Sie gerne - wir freuen uns auf Ihre Anfrage!


Dipl.-Ing. Marvin Sarenio
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Created On: 09/13/2013 00:00
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